Türkei News Juni 2021

Covid-19 Status

(Stand: 20. Juni 2021)

Business

Verbrauchssteuer auf Kraftstoffprodukte erhöht
Mit einem Präsidialdekret ist die sogenannte Sonderverbrauchssteuer auf Kraftstoffprodukte auf einen Schlag um rund 54 % für Benzin, 78 % für Dieselkraftstoff und 189 % für LPG-Autogas erhöht worden. Entsprechend stiegen die Kraftstoffpreise pro Liter für Superbenzin (95 Oktan) um 0,55 TL, für Diesel um 0,67 TL und für LPG um 0,35 TL.
20. Mai 2021

Mitsubishi Electric Corporation erweitert Kapazität
Die Mitsubishi Electric Corporation hat vor, 18 Mio. US$ in ihr bestehendes Klimaanlagenwerk in der Provinz Manisa zu investieren, um die Technik zu erneuern und die Kapazität zu erweitern. Durch diese Investition soll sich die Produktionskapazität des Werks auf 1 Million Luft/Wasser-Wärmepumpen und Klimaanlagen verdoppeln. Die neue Fertigungsstraße soll im August 2022 einsatzbereit sein.
28. Mai 2021

Smartphone-Werk von TCL geht in Betrieb
Der chinesische Unterhaltungselektronikkonzern TCL Technology hat sein in der Provinz Tekirdağ in Zusammenarbeit mit dem führenden türkischen Haushaltsgerätehersteller Arçelik errichtetes Smartphone-Werk in Betrieb genommen. Die ursprüngliche Produktionskapazität von 450.000 Telefonen im Jahr soll sich bis 2022 graduell auf 1 Million Telefone erhöhen.
30. Mai 2021

Coronavirus-Steuererleichterungen verlängert
Im Rahmen der von der türkischen Regierung ergriffenen Maßnahmen zur Eindämmung der wirtschaftlichen Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie wurden die Senkung der Quellensteuer auf gewerbliche Mieten (von 20 % auf 10 %) die Senkung der Umsatzsteuer auf Büromieten (von 18 % auf 8 %) sowie die Umsatzsteuersenkungen in verschiedenen Wirtschaftszweigen wie Beherbergung, Gastronomie und Personenbeförderung, abermals um zwei Monate, bis zum 31. Juli, verlängert.
3. Juni 2021

Gesetz über Umschuldung öffentlicher Forderungen  in Kraft getreten
Das Gesetz über die Umschuldung bestimmter öffentlicher Forderungen ist mit seiner Veröffentlichung am 9. Juni in Kraft getreten. Das Gesetz erstreckt sich auf eine Reihe von Forderungen, unter anderem Steuerschulden und ausstehende Sozialversicherungsbeiträge, Kraftfahrzeugsteuer und Zollgebühren. Schuldner, die diese Erleichterungen in Anspruch nehmen wollen, müssen die entsprechenden Anträge bis zum 31. August gestellt haben.
10. Juni 2021

Weitere Erdgasvorkommen entdeckt
Wie der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan verkündete, ist das türkische Explorationsschiff „Fatih“ im Schwarzen Meer auf ein weiteres Erdgasvorkommen von 135 Milliarden Kubikmetern Größe gestoßen. Bereits im vergangenen Jahr war ein Vorkommen mit 405 Milliarden Kubikmetern entdeckt worden. Der Beginn der Erdgasförderung an diesem Standort ist für 2023 vorgesehen.
4. Juni 2021

Politik

EP-Plenum nimmt Türkeibericht an
Das Europäische Parlament hat den Türkei-Jahresbericht 2019/2020 seines Ausschusses für Auswärtige Angelegenheiten angenommen. In dem Bericht wird wie nie zuvor starke Kritik an unterschiedlichen Aspekten wie Menschenrechten, Demokratie, Rechtstaatlichkeit, Regierungssystem und der Östlichen Mittelmeer-Frage geübt. Das türkische Außenministerium beeilte sich, den Bericht als nicht objektiv und unannehmbar zurückzuweisen. Das EP empfahl außerdem, die Beitrittsverhandlungen formell auszusetzen, falls die Türkei diesen negativen Trend nicht umkehrt.
21. Mai 2021

Erdoğan konferiert mit US-Wirtschaftsführern
Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan ist in einer von der Investitionsförderungsbehörde der Republik Türkei, der Handelskammer der Vereinigten Staaten und der türkischen Botschaft in Washington, D.C. ausgerichteten Videokonferenz mit Führungskräften von US-amerikanischen Unternehmen zusammengekommen. Zu den Teilnehmern gehörten hochrangige Vertreter u. a. von Boeing, Amazon, Microsoft, Kellogg‘s, PepsiCo, Cisco, P&G und J&J. Erdoğan gab den Unternehmensführer einen kurzen Überblick über das Investitionsumfeld und die Wirtschaftsaussichten der Türkei.
28. Mai 2021

Vorsichtige Normalisierung in der Türkei
Die türkische Regierung hat in Bezug auf die gegen die Pandemie ergriffenen Maßnahmen einen ab 1. Juni wirksamen schrittweisen Übergang zur Normalisierung verkündet. Demnach gilt der Lockdown an Werk- und Samstagen nur noch von 22 bis 5 Uhr, die Ausgangssperre an Sonntagen bleibt jedoch bestehen. Innerhalb der Sperrzeiten sind Fahrten über Provinzgrenzen hinweg mit Privatfahrzeugen nur in zwingend notwendigen Fällen gestattet, während es für öffentliche Verkehrsmittel keine Beschränkungen gibt. Cafés und Restaurants dürfen nun unter der Woche und samstags von 7 bis 21 Uhr Gäste empfangen, sofern bestimmte Vorsichtsmaßnahmen eingehalten werden. Im Anschluss an die Kabinettsitzung am 21. Juni gab Präsident Erdoğan die gänzliche Aufhebung des Lockdowns ab 1. Juli bekannt.
1.–22. Juni 2021

Wirtschaft

Über 100 % Exportzuwachs im April
Im April 2021 sind die Ausfuhren der türkischen Wirtschaft im Vergleich zum Vorjahresmonat um ganze 109,2 % auf 18,8 Mrd. US gestiegen. Gleichzeitig erhöhten sich die Einfuhren um 61,1 % auf 21,8 Mrd. US$. Im Ergebnis verminderte sich dadurch das Handelsdefizit um 33,2 % auf 3,1 Mrd. US$. Im April war Deutschland mit rund 1,7 Mrd. US$ weiterhin der wichtigste Exportpartner der Türkei, gefolgt von den USA (1,2 Mrd. US$) und dem Vereinigten Königreich (1,0 Mrd. US$). Bei den Importen in die Türkei lag nach wie vor China mit 2,4 Mrd. US$ an der Spitze, vor Russland (2,2 Mrd. US$) und Deutschland (2,1 Mrd. US$).
28. Mai 2021

7,0 % Wirtschaftswachstum in Q1 2021
Das Bruttoinlandsprodukt der Türkei ist in den ersten drei Monaten des Jahres gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 7,0 % gewachsen. Das BIP zu aktuellen Preisen betrug im 1. Quartal 1.386,3 Mrd. TL bzw. 188,1 Mrd. US$. Dabei verbuchte das verarbeitende Gewerbe ein Wachstum von 12,2 %, im Agrarsektor waren es 7,5 %, in der Dienstleistungsbranche 5,9 % und bei der Bauindustrie 2,8 %.
31. Mai 2021

Inflation verlangsamt sich
Im Mai 2021 sind die Verbraucherpreise in der Türkei gegenüber dem Vormonat um 0,89 % gestiegen. Im Vergleich zum Vorjahresmonat erhöhte sich der VPI um 16,59 %. Der größte monatliche Preisanstieg war mit 2,56 % beim Verkehr zu verzeichnen, vor Kleidung und Schuhen mit 1,76 %. Preisrückgänge verbuchten die Warengruppen Freizeit und Kultur (-1,32 %) sowie alkoholische Getränken und Tabak (-0,01 %). Die größte Teuerung auf Jahresbasis gab es wiederum beim Verkehr (28,39 %). Der inländische Erzeugerpreisindex stieg im Vergleich zum Vormonat um 3,92 %, auf die letzten 12 Monate gerechnet waren es 38,33 %.
3. Juni 2021

12,9 % Arbeitslose im April
Im April 2021 waren in der Türkei rund 4.166.000 Personen im Alter ab 15 Jahren arbeitslos gemeldet. Damit lag die saisonal nicht bereinigte Arbeitslosenquote mit 12,9 % um 0,1 Prozentpunkte über der des Vorjahresmonats. Die Erwerbsquote erhöhte sich auf insgesamt 50,8 % und auf 32,4 % bei der weiblichen Bevölkerung. Von allen Erwerbstätigen des Zeitraums waren 54,6 % im Dienstleistungssektor, 21,6 % in der Industrie, 17,7 % in der Landwirtschaft und 6,2 % im Baugewerbe beschäftigt.
10. Juni 2021

Industrieproduktion legt 66,0 % zu
Aufgrund des hohen Basiseffekts ist der Index der türkischen Industrieproduktion im April im Vergleich zum Vorjahresmonat um ganze 66,0% gestiegen. Dabei verzeichnete das verarbeitende Gewerbe einen Zuwachs von 72,3 %. Den stärksten Anstieg in der Kategorie des verarbeitenden Gewerbes erlebten die Produktgruppen „Kraftfahrzeuge, Anhänger und Auflieger“ (355,3 %), „Textilien“ (193,5 %) sowie „Leder und verwandte Produkte“ (180,0 %). Einen Rückgang vermeldete lediglich die Produktgruppe „Tabakerzeugnisse“ (-12,0 %).
11. Juni 2021

Türkische Notenbank behält Leitzinsen bei
Die Zentralbank der Republik Türkei hat ihren Leitzinssatz (den einwöchigen Repo-Satz) von 19,00 % beibehalten. Zur Begründung für die Beibehaltung ihrer straffen Geldpolitik erklärte die Bank: „Zusätzlich zu den durch die aktuellen Importpreise bedingten Kostenfaktoren stellen die Nachfragebedingungen sowie Lieferengpässe in einigen Wirtschaftszweigen und hohe Inflationserwartungen weiterhin Risiken für das Preissetzungsverhalten und die Inflationsaussichten dar“.
17. Juni 2021

Monatsdaten im Überblick

Wirtschaftswachstum

Inflation