Firmengründungen

Zum Ausbau Ihrer Präsenz in unseren Märkten können wir Ihnen gerne bei der Gründung Ihrer lokalen Gesellschaft helfen.

Dienstleistung

Firmengründungen

  • Gesellschaften mit beschränkter Haftung
  • Zweigniederlassungen
  • Verbindungsbüros
  • Aktiengesellschaften

Instrumente

  • Bereitstellung von Musterunterlagen
  • Komplette Abwicklung aller Formalitäten
  • Allgemeine kaufmännische Beratung bei der Firmengründung

Vorteile

  • Garantiert professionelle Abwicklung von Firmengründungen
  • Sicherstellung der Einhaltung rechtlicher und finanzieller Vorschriften
  • Erfahrung aus fast 100 Firmengründungen

Wir unterstützen unsere Auftraggeber beim Aufbau ihrer Präsenz in der Türkei durch Auswahl zwischen folgenden möglichen Rechtsformen in Abhängigkeit von ihren strategischen Entscheidungen:

  • Gesellschaft mit beschränkter Haftung (Ltd.)
  • Aktiengesellschaft (A.Ş.)
  • Zweigniederlassung
  • Verbindungsbüro

Darüber hinaus ist auch ein virtuelles Büro denkbar; dazu können wir eine Büroadresse zur Verfügung stellen und uns um die ein- und ausgehende Post Ihrer Firma kümmern.

GmbHs und Aktiengesellschaften

İn der Türkei haben alle internationalen Investoren gemäß dem Gleichbehandlungsgrundsatz der türkischen Verordnung über ausländische Direktinvestitionen dieselben Rechte und Pflichten wie einheimische Investoren. Somit können ausländische Investoren alle Arten von Gesellschaften in der Türkei gründen, die auch für türkische Investoren verfügbar sind, oder sich daran beteiligen.

Die verbreitetsten Rechtsformen sind die GmbH (Ltd.) und die Aktiengesellschaft (A.Ş.). Bei beiden Rechtsformen ist die Haftung der Gesellschafter auf ihre Kapitaleinlagen beschränkt. Jedoch sind Steuer- und Sozialversicherungsverbindlichkeiten von dieser Haftungsbeschränkung ausgenommen.

Erfordernisse für Ltd.

  • Mindestanzahl von Gesellschaftern: 1
  • Vorstand: Einer der Gesellschafter wird zum Geschäftsführer bestellt
  • Mindestkapitalerfordernis: 10.000 TL
  • Die Gründung dauert 4 bis 8 Wochen (nachdem alle benötigten Unterlagen aus dem Ausland eingegangen sind)

Erfordernisse für A.Ş.

  • Mindestanzahl von Gesellschaftern: 1
  • Vorstand: 1
  • Mindestkapitalerfordernis: 50.000 TL
  • Eingetragenes Kapital für nicht börsennotierte A.Ş.: 100.000 TL
  • Die Gründung dauert 4 bis 8 Wochen (nachdem alle benötigten Unterlagen aus dem Ausland eingegangen sind)

Für beide Rechtsformen gilt:

  • Die Gesellschafter können entweder juristische oder natürliche Personen sein; die türkische Staatsbürgerschaft ist nicht erforderlich.
  • Mindestens ¼ des Kapitals müssen bei der Gründung auf ein Bankkonto eingezahlt werden. Die restlichen ¾ müssen innerhalb von zwei Jahren nach der Eintragung beglichen werden.

In der Regel brauchen Sie nicht in die Türkei zu reisen, da die gesamten Formalitäten per Vollmacht erledigt werden können. Die Behörden sind jedoch prinzipiell dazu berechtigt, die Anwesenheit der Geschäftsführer zu verlangen. Zudem kann sich die Dauer des Gründungsverfahrens verkürzen, wenn man für die notariellen Formalitäten vor Ort in der Türkei ist.

 

Zweigniederlassungen und Verbindungsbüros

Die anderen beiden Möglichkeiten einer Präsenz vor Ort in der Türkei sind Zweigniederlassung und Verbindungsbüro. Diese gelten jedoch nicht als eigenständige Rechtspersönlichkeit.

Eine Zweigniederlassung darf sich an sämtliche Handelsaktivitäten beteiligen, ist aber vollkommen an ihre Hauptgesellschaft gebunden. Eine konsolidierte Buchhaltung ist vorgeschrieben und die Hauptniederlassung trägt die volle Verantwortung für alle Tätigkeiten der Zweigniederlassung in der Türkei. Es gibt keine Gesellschafter und kein Kapitalerfordernis (auch wenn für die Tätigkeit der Zweigniederlassung ein Budget bereitgestellt werden sollte).

Ein Verbindungsbüro wiederum stellt ein geeignetes Mittel dar, um in der Türkei mit Ihren eigenen Mitarbeitern agieren zu können, sofern die eigentlichen Geschäftsvorgänge direkt zwischen den türkischen Kunden und der Muttergesellschaft im Ausland abgewickelt werden können.

Das Verbindungsbüro selbst darf weder Rechnungen ausstellen noch irgendwelche Einkünfte erzielen. Es ist ein Büro, das grundsätzlich nur Unkosten verursacht (Kosten wie Löhne/Gehälter und Reisespesen der Mitarbeiter, Miete usw..), also ein Kontaktbüro, das nur in einem vorher definierten genehmigten beschränkten Bereich tätig sein darf. Sämtliche Kosten sind von der Muttergesellschaft im Ausland zu tragen.

Daher ist für ein Verbindungsbüro nur eine einfache Buchhaltung vorgeschrieben, es hat nur eine begrenzte Verpflichtung zur Einreichung von Steuererklärungen und es wird in der Türkei nicht zur Körperschaftsteuer veranlagt. Die Kosten werden der Muttergesellschaft im Ausland belastet. Hinzu kommt, dass als Fördermaßnahme des türkischen Staates die Mitarbeiter von der Einkommensteuer befreit sind, solange nachgewiesen wird, dass sie mit Devisenüberweisungen aus dem Ausland bezahlt werden.

Der größte Nachteil eines Verbindungsbüros ist, dass die MwSt. der in der Türkei entstandenen Kosten nicht erstattet wird (weder in der Türkei noch im Ausland) sondern als Kosten einzubuchen ist. Allerdings wiegen die Vorteile, die sich aus einer einfachen Kostenabrechnung ergeben, sowie die Steuerersparnisse im Allgemeinen die Nachteile bei weitem auf.

Ein Firmenwagen oder die benötigte Büroausrüstung kann gekauft und auf das Verbindungsbüro zugelassen bzw. registriert werden. Dies bedeutet, dass nicht das türkische Personal (des Verbindungsbüros), sondern das Verbindungsbüro selbst Eigentümer dieser Anlagen ist, was angesichts möglicher Streitfälle ratsamer ist.

Ein Verbindungsbüro ermöglicht auch eine ordnungsgemäße Anmeldung der Mitarbeiter im Sozialversicherungssystem. Ohne ein Verbindungsbüro oder eine eigene Gesellschaft in der Türkei kann dies nur mit folgenden Alternativmöglichkeiten erreicht werden:

1) Der Mitarbeiter macht sich offiziell selbstständig und zahlt seine Sozialversicherungsbeträge und Einkommensteuer selbst (was erfahrungsgemäß üblicherweise doch nicht geschieht), oder 

2) Der Mitarbeiter wird auf die Gehaltsliste von FMConsulting oder einer anderen türkischen Firma gesetzt. Bei diesem Szenario werden zusätzlich zu der Einkommensteuer, die dann anfällt, 18 % MwSt. auf die Gesamtkosten fällig. Daher ist das nur kurzfristig, beispielsweise im Vorfeld der Gründung eines Verbindungsbüros, eine praktikable Möglichkeit.