Deutschland verfügt über eine der größten und vielfältigsten Wirtschaftslandschaften Europas. Von winzigen Einzelunternehmen bis hin zu globalen Giganten wie Volkswagen und Siemens – die Unternehmenslandschaft des Landes deckt nahezu alle Branchen und Unternehmensgrößen ab.
Dieser Beitrag gibt einen genauen Überblick darüber, wie viele Unternehmen heute in Deutschland tätig sind, wie sich diese Zahl im Laufe der Zeit entwickelt hat und wie sie im Vergleich zu anderen großen Volkswirtschaften abschneidet. Sie finden hier Daten zur Unternehmensgröße, zur Branchenverteilung, zur Rechtsform, zur Start-up-Aktivität und vieles mehr – alles direkt aus offiziellen Quellen wie Destatis und dem IfM Bonn. Lassen Sie uns gleich einsteigen.
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Deutschland verfügt über eine der größten und vielfältigsten Wirtschaftslandschaften Europas. Von winzigen Einzelunternehmen bis hin zu globalen Giganten wie Volkswagen und Siemens – die Unternehmenslandschaft des Landes deckt nahezu alle Branchen und Unternehmensgrößen ab.
Dieser Beitrag gibt einen genauen Überblick darüber, wie viele Unternehmen heute in Deutschland tätig sind, wie sich diese Zahl im Laufe der Zeit entwickelt hat und wie sie im Vergleich zu anderen großen Volkswirtschaften abschneidet. Sie finden hier Daten zur Unternehmensgröße, zur Branchenverteilung, zur Rechtsform, zur Start-up-Aktivität und vieles mehr – alles direkt aus offiziellen Quellen wie Destatis und dem IfM Bonn. Lassen Sie uns gleich einsteigen.
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Stephan Dorn
Geschäftsführender Gesellschafter
Die deutsche Wirtschaftslandschaft verändert sich Jahr für Jahr, und die Zahlen zeugen eindeutig von einem stetigen Wachstum. Schauen wir uns zunächst einmal an, wie die Lage derzeit aussieht.
Im Jahr 2024 gab es in Deutschland rund 3,54 Millionen Unternehmen. Destatis beziffert die Zahl auf knapp 3,5 Millionen rechtliche Einheiten, von denen die meisten schlank geführt werden. Tatsächlich arbeiten 84 % dieser Unternehmen mit weniger als 10 Beschäftigten, was deutlich macht, wie sehr kleine Unternehmen die Wirtschaft des Landes antreiben.
Die Gesamtzahl der deutschen Unternehmen ist in den letzten Jahren stetig gestiegen. Die Zahl der Unternehmen mit weniger als 250 Beschäftigten stieg von 3,418 Millionen im Jahr 2022 auf 3,453 Millionen im Jahr 2023, was einem Anstieg von etwa 1,0 % entspricht. Das IfM Bonn hat diesen Anstieg genau verfolgt, und der Trend setzt sich Jahr für Jahr fort.
Jahr | Unternehmen |
2020 | 3,357 Millionen |
2021 | 3,374 Millionen |
2022 | 3,418 Millionen |
2023 | 3,453 Millionen |
Im Jahr 2025 entstanden neue Unternehmen in schnellerem Tempo. Zwischen Januar und September wurden deutschlandweit rund 487.700 neue Unternehmen gegründet, was einem Anstieg von 6,9 % gegenüber dem gleichen Zeitraum im Jahr 2024 entspricht. An der Spitze dieser Entwicklung standen größere Start-ups: Bei den Unternehmen von „größerer wirtschaftlicher Bedeutung“ war ein Anstieg um 9,5 % zu verzeichnen.
Auch die Zahl der Schließungen stieg an, wenn auch deutlich langsamer. Die Zahl der vollständigen Betriebsschließungen belief sich in den ersten neun Monaten des Jahres 2025 auf rund 446.500, was einem Anstieg von lediglich 0,8 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum entspricht. Die Zahl der vollständigen Abmeldungen lag im gleichen Zeitraum bei knapp 360.700.
Trotz der Schließungen zog Deutschland insgesamt die Nase vorn. Die Neugründungen beliefen sich in den ersten neun Monaten des Jahres 2025 auf rund 578.400, während die Schließungen bei 446.500 lagen. Diese Differenz führte zu einem Nettozuwachs von rund 131.900 Unternehmen, was beweist, dass die Neugründungen nach wie vor die Schließungen überwiegen.
Nicht jedes deutsche Unternehmen gleicht dem anderen, und die Unternehmensgröße beeinflusst alles – von der Personalbeschaffung bis zum Umsatz. Hier sehen Sie, wie sich die Zahlen auf die verschiedenen Kategorien verteilen, beginnend mit den kleinsten Unternehmen.
Kleinstunternehmen dominieren den deutschen Markt mit großem Abstand. Rund 3,011 Millionen Unternehmen fallen in diese Kategorie und beschäftigen jeweils weniger als 10 Mitarbeiter. Das entspricht etwa 85 % aller eingetragenen Unternehmen im Land.
An zweiter Stelle stehen kleine Unternehmen mit rund 429.000 Betrieben, die zwischen 10 und 49 Mitarbeiter beschäftigen. Sie machen fast 12 % aller Unternehmen aus und schließen die Lücke zwischen Kleinstunternehmen und größeren Betrieben.
Deutschlands berühmter Mittelstand liegt im Mittelfeld. Rund 84.700 Unternehmen beschäftigen zwischen 50 und 249 Mitarbeiter und machen damit etwa 2,4 % aller Firmen aus. Diese Unternehmen spielen auf den Exportmärkten oft eine über ihre Größe hinausgehende Rolle.
Große Unternehmen sind selten, aber einflussreich. Nur etwa 18.600 Firmen beschäftigen 250 oder mehr Mitarbeiter, was gerade einmal 0,5 % der Gesamtzahl entspricht. Dennoch reicht ihr wirtschaftlicher Einfluss weit über ihre bloße Anzahl hinaus.
Kleine und mittlere Unternehmen prägen die deutsche Wirtschaftslandschaft. Zusammen machen sie etwa 99,5 % aller Unternehmen im ganzen Land aus. Großunternehmen haben zwar nur einen Anteil von 0,5 %, erwirtschaften jedoch 54 % des Umsatzes und stellen 43 % der Arbeitsplätze im ganzen Land.
Unternehmensgröße | Anteil am Gesamtwert |
Mikro | 85% |
Klein | 12% |
Mittel | 2.4% |
Groß | 0.5% |
Die verschiedenen Wirtschaftszweige haben in der deutschen Wirtschaft sehr unterschiedliche Gewichte. Einige Branchen umfassen Hunderttausende von Unternehmen, während andere schlank und spezialisiert bleiben. Die verarbeitende Industrie ist ein naheliegender Ausgangspunkt.
Die deutsche Fertigungsindustrie umfasst rund 201.453 Unternehmen – eine Zahl, die den langjährigen Ruf des Landes als Industriemacht widerspiegelt.
Groß- und Einzelhandel liegen gemessen am Volumen an der Spitze. Zu diesem Sektor gehört auch die Kfz-Reparaturbranche; insgesamt umfasst er rund 543.301 Unternehmen und ist damit die größte Branchengruppe des Landes.
Dicht dahinter folgen professionelle, wissenschaftliche und technische Dienstleistungen, wobei rund 478.783 Unternehmen alles von Beratung bis hin zu Ingenieurdienstleistungen anbieten.
Die Baubranche zeigt sich weiterhin stark mit rund 379.802 Unternehmen, die in den Bereichen Wohnungsbau, Gewerbebau und Infrastruktur tätig sind.
Der Informations- und Kommunikationssektor ist zwar kleiner, aber schlagkräftig: Er umfasst rund 132.586 Unternehmen, die Deutschlands Technologie- und Medienproduktion vorantreiben.
Auch das Gesundheits- und Sozialwesen macht einen beträchtlichen Anteil aus: Rund 255.934 Unternehmen unterstützen die alternde Bevölkerung des Landes und decken den wachsenden Pflegebedarf ab.
Der Transport- und Logistiksektor fällt im Vergleich dazu kleiner aus und umfasst fast 99.894 Unternehmen, die dafür sorgen, dass Waren und Menschen transportiert werden.
Der Bereich Gastgewerbe und Tourismus, der Beherbergungs- und Gastronomiedienstleistungen umfasst, zählt landesweit insgesamt etwa 232.273 Unternehmen.
Industrie | Unternehmen |
Groß- und Einzelhandel | 543,301 |
Professionelle Dienstleistungen | 478,783 |
Bauwesen | 379,802 |
Gesundheitswesen und Soziales | 255,934 |
Gastgewerbe und Tourismus | 232,273 |
Fertigung | 201,453 |
Information und Kommunikation | 132,586 |
Transport und Logistik | 99,894 |
Die Wirtschaftstätigkeit verteilt sich nicht gleichmäßig über ganz Deutschland. Die größten Bundesländer ziehen den größten Anteil an Unternehmen an, während sich die kleineren Bundesländer dennoch gut behaupten. Nordrhein-Westfalen führt die Liste mit großem Abstand an.
Nordrhein-Westfalen liegt mit rund 719.530 Unternehmen an der Spitze aller Bundesländer und festigt damit seine Position als wirtschaftliches Zentrum Deutschlands.
Bayern liegt mit rund 626.829 Unternehmen knapp dahinter, gestützt durch einen starken Fertigungs- und Technologiesektor.
In Baden-Württemberg gibt es rund 462.885 Unternehmen, von denen viele eng mit der traditionsreichen Automobil- und Maschinenbaubranche verbunden sind.
In Niedersachsen gibt es etwa 290.025 Unternehmen, die sich auf industrielle und landwirtschaftliche Tätigkeiten verteilen.
Hessen zählt rund 271.511 Unternehmen, wobei die Finanz- und Logistikbranche im Raum Frankfurt eine tragende Rolle spielt.
Berlin rundet die Spitzengruppe mit rund 185.558 Unternehmen ab, was vor allem auf die Start-up- und Kreativszene zurückzuführen ist.
In den übrigen zehn Bundesländern gibt es insgesamt fast 0,9 Millionen Unternehmen. An der Spitze dieser Gruppe steht Rheinland-Pfalz mit rund 158.573 Unternehmen, gefolgt von Sachsen mit etwa 154.182 und Hamburg mit 101.033. Brandenburg, Bremen, das Saarland und die übrigen Bundesländer schließen die Liste mit geringeren Zahlen ab.
Bundesland | Unternehmen |
Nordrhein-Westfalen | 719,530 |
Bayern | 626,829 |
Baden-Württemberg | 462,885 |
Niedersachsen | 290,025 |
Hessen | 271,511 |
Berlin | 185,558 |
Rheinland-Pfalz | 158,573 |
Sachsen | 154,182 |
Hamburg | 101,033 |
Die Rechtsform, für die sich ein Unternehmen entscheidet, sagt viel darüber aus, wie es arbeitet und wächst. Das deutsche Handelsregister gliedert diese Rechtsformen übersichtlich, beginnend mit der gängigsten Form von allen.
Einzelunternehmen sind nach wie vor die erste Wahl für deutsche Unternehmer. Im Jahr 2024 wurden etwa 2.062.752 Unternehmen in dieser Rechtsform geführt, womit sie mit Abstand die beliebteste Rechtsform des Landes ist.
GmbHs fallen unter die übergeordnete Kategorie der Kapitalgesellschaften in Deutschland, die im Jahr 2024 insgesamt 861.720 Unternehmen umfasste. Diese Gruppe umfasst GmbHs, AGs und UGs zusammen, wobei die GmbH nach wie vor die erste Wahl für Unternehmer ist, die Haftungsschutz ohne die Komplexität einer Aktiengesellschaft suchen.
Auch UG-Unternehmen, die oft als „Mini-GmbH“ bezeichnet werden, sind Teil dieser Gesamtzahl von 861.720 Unternehmen. Diese Rechtsform ist besonders für Gründer attraktiv, die eine beschränkte Haftung wünschen, aber für die Gründung nur ein geringeres Stammkapital benötigen.
Auch AGs gehören zur Kategorie der Kapitalgesellschaften und teilen sich die Gesamtzahl von 861.720 mit GmbHs und UGs. Aktiengesellschaften eignen sich in der Regel für größere Unternehmen, die Kapital über die öffentlichen Märkte beschaffen wollen.
Im Jahr 2024 umfassten Personengesellschaften insgesamt 440.951 Unternehmen, darunter Rechtsformen wie OHG und KG. Andere Rechtsformen, darunter Genossenschaften und Stiftungen, machten weitere 178.442 Unternehmen aus.
Rechtsform | Unternehmen (2024) |
Einzelunternehmen | 2,062,752 |
Kapitalgesellschaften (GmbH, AG, UG) | 861,720 |
Partnerschaften | 440,951 |
Andere Rechtsformen | 178,442 |
Die deutsche Start-up-Szene bringt in raschem Tempo immer wieder neue Unternehmen hervor, auch wenn nicht jedes davon langfristig bestehen bleibt. Schauen wir uns einmal an, was die Zahlen aussagen.
Im Jahr 2025 gründeten Unternehmer rund 690.000 Unternehmen, was etwa 136 pro 10.000 Einwohner im Alter von 18 bis 64 Jahren entspricht. Davon waren etwa 206.000 Vollzeit-Gründer, während die restlichen 483.000 Teilzeit-Gründer waren.
Deutsche Start-ups haben etwas mehr Schwierigkeiten als ihre Pendants in den OECD-Ländern, sich langfristig zu behaupten. Nur 61 % der neuen Unternehmen im verarbeitenden Gewerbe überleben die ersten drei Jahre, verglichen mit 67 % im gesamten OECD-Raum. Im Dienstleistungssektor sieht es noch schlechter aus: Hier liegt die Überlebensrate bei 53 %, während der OECD-Durchschnitt bei 59 % liegt. Langfristig liegt die Fünf-Jahres-Überlebensrate in der Regel zwischen 50 % und 60 %.
Der Bereich KI zog mit Abstand das meiste Risikokapital an: Deutsche Start-ups sammelten in den zwölf Monaten bis zum ersten Quartal 2026 rund 3,9 Milliarden US-Dollar ein. Auch die Bereiche Marketing-Tech, Cybersicherheit und Raumfahrt lagen über dem globalen Durchschnitt. Der Halbleiterbereich hingegen erhielt vergleichsweise wenig Finanzmittel.
Deutsche Start-ups haben im Jahr 2025 rund 8,1 Milliarden US-Dollar an Risikokapital eingeworben – eine Verzehnfachung innerhalb von fünf Jahren. Bis Mitte 2026 zählte das Land 91 „Einhörner“, also Unternehmen mit einem Wert von über 1 Milliarde US-Dollar, von denen fünf bereits den Sprung in den „Dekacorn“-Bereich geschafft hatten.
Die Unternehmenslandschaft in Deutschland sieht ganz unterschiedlich aus, je nachdem, mit welchem Land man sie vergleicht. Einige Nachbarländer liegen weit vorne, während andere hinterherhinken.
Frankreich liegt mit rund 5,3 Millionen Unternehmen im Jahr 2023 deutlich vor Deutschland, das 3,2 Millionen Unternehmen zählt. Dieser Unterschied deutet auf strukturelle Unterschiede in der Art und Weise hin, wie die beiden Länder Kleinunternehmen erfassen und registrieren.
Auch Italien liegt vor Deutschland und zählte im Jahr 2023 rund 4,6 Millionen Unternehmen. Beide Länder stützen sich stark auf kleine und familiengeführte Betriebe, doch die Zahl in Italien ist dennoch deutlich höher.
Das Vereinigte Königreich liegt hier hinter Deutschland zurück: Im Jahr 2024 gibt es dort etwa 2,86 Millionen aktive Unternehmen, gegenüber 3,2 Millionen in Deutschland. Deutschland hat in diesem Vergleich einen deutlichen Vorsprung.
In absoluten Zahlen stellen die USA Deutschland weit in den Schatten: Im Jahr 2023 gab es dort rund 5,58 Millionen Unternehmen mit weniger als 500 Beschäftigten. Diese Differenz lässt sich größtenteils durch die Größe des Landes und die Bevölkerungszahl erklären.
Die 3,2 Millionen Unternehmen in Deutschland machen etwa 9,7 % der insgesamt rund 33 Millionen Unternehmen in der EU aus – angesichts der Größe der Union ein beachtlicher Anteil.
Land | Aktive Unternehmen |
Frankreich | 5.3 M |
USA (Arbeitgeber) | 5.58 M |
Italien | 4.6 M |
Deutschland | 3.2 M |
UK | 2.86 M |
Eine Handvoll deutscher Großkonzerne dominieren die weltweiten Ranglisten, ganz gleich, ob man den Umsatz, die Mitarbeiterzahl oder den Marktwert als Maßstab nimmt. Hier sehen Sie, wie sich die Spitzenreiter im Vergleich schlagen.
Der Volkswagen-Konzern liegt mit einem Umsatz von 324,7 Milliarden Euro im Jahr 2024 deutlich an der Spitze. Die Mercedes-Benz-Gruppe folgte mit 145,6 Milliarden Euro, während BMW mit geschätzten 136 bis 139 Milliarden Euro dicht dahinter lag.
Auch bei der Mitarbeiterzahl liegt Volkswagen an der Spitze und beschäftigt weltweit rund 648.000 Mitarbeiter. Die Deutsche Post DHL folgt dicht dahinter mit weltweit rund 600.000 Mitarbeitern. Siemens beschäftigt weltweit rund 311.000 Mitarbeiter, während die Deutsche Bahn allein in Deutschland etwa 211.000 Mitarbeiter beschäftigt.
Siemens führt Mitte 2026 die Rangliste der Marktkapitalisierungen mit einem Wert von rund 234 Milliarden US-Dollar an. SAP und die Allianz folgen mit einer Marktkapitalisierung von jeweils über 150 Milliarden US-Dollar.
Deutschland stellte rund 29 bis 30 Unternehmen auf der „Fortune Global 500“-Liste 2023. Der Volkswagen-Konzern belegte mit einem Umsatz von 348 Milliarden US-Dollar weltweit den 15. Platz und wurde von anderen namhaften Unternehmen wie Daimler, Allianz, BMW und Siemens begleitet.
Unternehmen | Metrisch |
Volkswagen | 324,7 Mrd. € Umsatz |
Mercedes-Benz | 145,6 Mrd. € Umsatz |
Siemens | Marktkapitalisierung von 234 Mrd. $ |
Volkswagen | 648.000 Mitarbeiter |
Internationale Investoren haben sich einen bedeutenden Anteil an der deutschen Wirtschaft gesichert. Diese ausländisch kontrollierten Unternehmen schaffen Arbeitsplätze und Wertschöpfung, die weit über ihre Mitarbeiterzahl hinausgehen.
Im Jahr 2023 gab es in Deutschland 40.151 Unternehmen in ausländischem Besitz, die landesweit insgesamt rund 4,7 Millionen Menschen beschäftigten.
Der Großteil dieser Auslandsinvestitionen stammt aus Europa: Etwa 75 % der Unternehmen in ausländischem Besitz gehen auf Muttergesellschaften auf dem europäischen Kontinent zurück, insbesondere aus benachbarten EU-Staaten. Auf asiatische Muttergesellschaften entfallen rund 10 %, während die USA, das Vereinigte Königreich und die Schweiz ebenfalls als bedeutende Investoren außerhalb der EU hervorstechen.
Ausländische Investitionen konzentrieren sich vor allem auf das verarbeitende Gewerbe und den Industriesektor sowie auf Unternehmens- und Privatdienstleistungen. Diese ausländischen Tochtergesellschaften spielen zudem eine überproportional große Rolle und erwirtschafteten im Jahr 2023 etwa 18,2 % der Wertschöpfung des deutschen Unternehmenssektors.
Unternehmen in ausländischem Besitz machen fast 15 % der Arbeitsplätze im privaten Sektor in der gesamten EU aus, und in Deutschland liegt der Anteil der Arbeitsplätze in ausländisch kontrollierten Unternehmen in etwa auf dem gleichen Niveau.
Es drängen weiterhin in regem Tempo neue Unternehmen auf den deutschen Markt, auch wenn einige ältere Firmen ihre Türen schließen. Das geht aus den neuesten Gründungsdaten hervor.
In Deutschland wurden im Jahr 2025 insgesamt 762.400 neue Unternehmensgründungen verzeichnet, darunter Start-ups, Übernahmen und Umwandlungen. Dies entspricht einem Anstieg von 6,4 % gegenüber dem Vorjahr. Davon entfielen rund 640.500 auf Neugründungen, was einem Anstieg von 7,7 % entspricht, während größere Handelsregisterunternehmen wie GmbHs, AGs und Handwerksbetriebe rund 130.100 Eintragungen verzeichneten, was einem Anstieg von 7,6 % entspricht.
Die Zahl der vollständigen Unternehmensschließungen belief sich im Jahr 2025 auf insgesamt 502.200, was einem leichten Rückgang von 0,2 % gegenüber dem Vorjahr entspricht. Die Gesamtzahl der Abmeldungen, einschließlich der Vermögensübertragungen, lag bei etwa 612.900, was einem Rückgang von 1,0 % entspricht. Trotz dieser Schließungen blieb das Nettowachstum über das gesamte Jahr hinweg positiv.
Die Zulassungszahlen steigen in der Regel jedes Jahr in den Frühlingsmonaten an. Allein im ersten Halbjahr 2025 stiegen die Zulassungszahlen im Vergleich zum gleichen Zeitraum im Jahr 2024 um 3,4 %, was auf ein stabiles saisonales Muster hindeutet, das Destatis Monat für Monat detailliert erfasst.
Handel und Handwerk liegen bei den neuen Geschäftstätigkeiten an der Spitze. Dicht dahinter folgen persönliche und unternehmensbezogene Dienstleistungen sowie das Gesundheitswesen und andere lokale Dienstleistungskategorien, die alle das Rückgrat der deutschen Wirtschaftsstruktur bilden.
Die deutsche Unternehmenslandschaft beweist immer wieder ihre Widerstandsfähigkeit. Mit über 3,5 Millionen Unternehmen aller Größen und Branchen entstehen im Land weiterhin schneller neue Firmen, als welche verschwinden – selbst angesichts der sich weltweit verändernden wirtschaftlichen Rahmenbedingungen.
Von den kleinen Unternehmen als Rückgrat bis hin zu globalen Schwergewichten wie Volkswagen und Siemens – die deutsche Wirtschaft schöpft ihre Stärke aus dieser Mischung aus Größe und Vielfalt. Ganz gleich, ob Sie Start-up-Trends verfolgen, Märkte vergleichen oder sich einfach nur mit den Zahlen beschäftigen: Diese Zahlen vermitteln ein klares Bild eines Geschäftsumfelds, das nach wie vor in voller Bewegung ist.