Probezeit in Deutschland: Was ausländische Arbeitgeber wissen müssen

Für jeden ausländischen Arbeitgeber ist es unerlässlich, die Regelungen zur Probezeit in Deutschland zu kennen, um nach der Einstellung verschiedene rechtliche und Compliance-Probleme zu vermeiden.

In diesem Beitrag behandeln wir alle Vorschriften, die Sie speziell zu diesem Thema kennen müssen. Dazu gehören unter anderem die rechtlichen Rahmenbedingungen, Arbeitgebervorschriften, die Vergütung der Arbeitnehmer sowie Kündigungsregelungen während dieses Zeitraums und vieles mehr.

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Stephan Dorn

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Probezeit in Deutschland
Probezeit in Deutschland

Probezeit in Deutschland: Was ausländische Arbeitgeber wissen müssen

Für jeden ausländischen Arbeitgeber ist es unerlässlich, die Regelungen zur Probezeit in Deutschland zu kennen, um nach der Einstellung verschiedene rechtliche und Compliance-Probleme zu vermeiden.

In diesem Beitrag behandeln wir alle Vorschriften, die Sie speziell zu diesem Thema kennen müssen. Dazu gehören unter anderem die rechtlichen Rahmenbedingungen, Arbeitgebervorschriften, die Vergütung der Arbeitnehmer sowie Kündigungsregelungen während dieses Zeitraums und vieles mehr.

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Rechtlicher Rahmen für die Probezeit in Deutschland

Rechtliche Rahmenbedingungen für die Probezeit in Deutschland

Die Probezeit in Deutschland ist eine Phase zu Beginn eines Arbeitsverhältnisses. Der Hauptzweck dieser Phase besteht darin, zu beurteilen, ob Arbeitgeber und Arbeitnehmer gut zueinander passen.

Für ausländische Arbeitgeber ist es unerlässlich, diese Rahmenbedingungen zu kennen, da die Vorschriften zu Kündigungen, Kündigungsfristen und Kündigungsschutz in dieser Zeit flexibler gehandhabt werden.

Rechtliche Definition der Probezeit im deutschen Arbeitsrecht

Nach deutschem Arbeitsrecht ist die Probezeit eine vertraglich vereinbarte Probezeit zu Beginn eines Arbeitsverhältnisses. Das bedeutet, dass die Probezeit nicht automatisch gesetzlich gilt. Arbeitgeber müssen sie ausdrücklich im Arbeitsvertrag festlegen.

In dieser Zeit prüfen sowohl Arbeitgeber als auch Arbeitnehmer, ob der Bewerber für die Stelle geeignet ist. Das Arbeitsverhältnis besteht vom ersten Tag an, und es gelten die üblichen arbeitsrechtlichen Schutzbestimmungen.

Maximale Dauer der Probezeit in Deutschland

Nach deutschem Recht beträgt die maximale Probezeit in der Regel sechs Monate. Wichtige Punkte:

  • Sechs Monate gelten als allgemein anerkannte Obergrenze
  • Bei einer Dauer von mehr als sechs Monaten können die rechtlichen Vorteile einer Probezeit verloren gehen
  • Nach sechs Monaten gelten die deutschen Kündigungsschutzbestimmungen in vollem Umfang (einschließlich eines strengeren Kündigungsschutzes gemäß dem Kündigungsschutzgesetz)

Ausländische Arbeitgeber sollten es vermeiden, die Probezeit über die gesetzliche Höchstgrenze hinaus zu verlängern, da dies dazu führen kann, dass die Klausel nicht durchsetzbar ist.

Ist die Probezeit in Deutschland obligatorisch oder freiwillig?

Die Probezeit ist in Deutschland völlig freiwillig. Das bedeutet:

  • Arbeitgeber sind gesetzlich nicht dazu verpflichtet, dies anzugeben
  • Mitarbeiter können ohne Probezeitklausel eingestellt werden
  • Ist im Vertrag keine Probezeit festgelegt, gelten die Vorschriften zum vollen Kündigungsschutz ab sofort

Die meisten Arbeitsverträge sehen jedoch eine Probezeit vor, da diese die Kündigung erleichtert, das Einstellungsrisiko verringert und Flexibilität bei der Personalanpassung bietet.

Arbeitsrechtliche Regelungen während der Probezeit in Deutschland

Arbeitsrechtliche Regelungen während der Probezeit in Deutschland

Für ausländische Arbeitgeber ist diese Phase eine Zeit des Risikomanagements. Unter Einhaltung des deutschen Arbeitsrechts beurteilen die Arbeitgeber die Leistung der Mitarbeiter, während diese ihrerseits die Arbeitskultur bewerten.

Rechte der Arbeitgeber während der Probezeit

Arbeitgeber in Deutschland verfügen während der Probezeit über mehr Flexibilität. Das bedeutet jedoch nicht, dass sie gesetzliche Grenzen überschreiten dürfen. Zu den wichtigsten Rechten, die Arbeitgeber in diesem Zeitraum haben, gehören:

  • Vereinfachtes Kündigungsverfahren: Arbeitgeber können den Vertrag mit einer kürzeren Kündigungsfrist (in der Regel zwei Wochen) kündigen.
  • Keine Verpflichtung zur ausführlichen Begründung: Auch wenn die Gründe nicht diskriminierend sein dürfen, sind Arbeitgeber im Allgemeinen nicht verpflichtet, eine formelle Begründung abzugeben.
  • Flexibilität bei der Leistungsbeurteilung: Arbeitgeber können Fähigkeiten, Produktivität und die Eignung für die jeweilige Position genau beurteilen.
  • Entscheidungen über Anpassungen am Arbeitsplatz: Arbeitgeber können frühzeitig entscheiden, ob sie das Arbeitsverhältnis fortsetzen, anpassen oder beenden wollen.

Darüber hinaus müssen Arbeitgeber jederzeit die Antidiskriminierungsgesetze (AGG), besondere Schutzvorschriften und die Grundsätze der Treu und Glauben im Arbeitsverhältnis einhalten.

Rechte der Arbeitnehmer während der Probezeit

Auch in Deutschland behalten Arbeitnehmer während der Probezeit ihre vollen Arbeitnehmerrechte. Zu ihren wichtigsten Rechten gehören:

  • Anspruch auf das im Arbeitsvertrag vereinbarte Gehalt und die vereinbarten Leistungen
  • Gesetzlicher Arbeitszeitschutz gemäß dem Arbeitszeitgesetz
  • Anspruch auf bezahlten Urlaub: Pro vollendetem Arbeitsmonat während der Probezeit wird ein Zwölftel des Jahresanspruchs erworben (§ 4 BUrlG); der volle Anspruch entsteht erst nach sechsmonatiger Betriebszugehörigkeit
  • Schutz vor Diskriminierung und ungerechter Behandlung
  • Kündigungsschutz (bei Vorliegen einer Probezeitklausel gilt für beide Seiten eine Kündigungsfrist von zwei Wochen)
  • Gesetzliches Krankengeld (der Arbeitgeber zahlt bei Krankheit bis zu 6 Wochen lang das volle Gehalt weiter), jedoch erst nach einer ununterbrochenen Beschäftigungsdauer von 4 Wochen (§ 3 EFZG). Vor Ablauf dieser 4-Wochen-Frist ist der Arbeitgeber nicht verpflichtet, das Gehalt während der Krankheit weiterzuzahlen; stattdessen kann der Arbeitnehmer unter den vom jeweiligen Krankenversicherungsträger festgelegten Bedingungen Krankengeld von seiner gesetzlichen Krankenversicherung erhalten

Unterschiede zwischen Probezeit und befristeten Arbeitsverträgen

Ausländische Arbeitgeber verwechseln Probezeiten oft mit befristeten Arbeitsverträgen. Tatsächlich handelt es sich dabei in Deutschland um unterschiedliche Konzepte.

Probezeit

  • Teil eines unbefristeten oder befristeten Arbeitsvertrags
  • Der Schwerpunkt liegt auf einer Bewertungsphase zu Beginn des Arbeitsverhältnisses
  • Ermöglicht eine kürzere Kündigungsfrist (in der Regel 2 Wochen)
  • Hält in der Regel bis zu 6 Monate
  • Das Arbeitsverhältnis besteht nach Ablauf der Probezeit weiter, sofern es nicht gekündigt wird

Befristeter Arbeitsvertrag

  • Ein befristeter Arbeitsvertrag
  • Endet automatisch zu einem festgelegten Zeitpunkt oder bei Projektabschluss
  • Keine Annahme der Fortführung nach Ablauf
  • Muss den strengen gesetzlichen Anforderungen nach deutschem Recht entsprechen
  • Nicht in erster Linie zur Beurteilung, sondern für befristete Personalbedürfnisse

Hinweis: Bei befristeten Arbeitsverträgen muss die Probezeit in einem angemessenen Verhältnis zur Vertragsdauer und zur Art der Tätigkeit stehen. Es gibt hierfür keine feste Formel; das Bundesarbeitsgericht hat in seinem Urteil vom 30. Oktober 2025 (2 AZR 160/24) bestätigt, dass die Verhältnismäßigkeit im Einzelfall zu beurteilen ist. In diesem konkreten Fall wurde eine viermonatige Probezeit bei einem Einjahresvertrag als angemessen angesehen.

Kündigungsregeln während der Probezeit in Deutschland

Kündigungsregeln während der Probezeit in Deutschland

Die Probezeit bietet Arbeitgebern mehr Flexibilität, doch müssen sie sich weiterhin an bestimmte arbeitsrechtliche Vorschriften halten. Diese Vorschriften sind in Bezug auf Kündigungsfristen, den Schutz während der Schwangerschaft und Antidiskriminierungsvorschriften strenger.

Können Arbeitgeber Mitarbeiter während der Probezeit entlassen?

Ja, Arbeitgeber in Deutschland können Arbeitnehmer während der Probezeit mit weniger rechtlichen Hindernissen kündigen. Zu den wichtigsten Punkten, die vor einer Kündigung zu beachten sind, gehören:

  • Eine Kündigung ist sowohl seitens des Arbeitgebers als auch seitens des Arbeitnehmers rechtlich zulässig
  • In den meisten Fällen bedarf das Arbeitsverhältnis keiner ausführlichen Begründung
  • Die Entscheidung muss weiterhin den Antidiskriminierungsgesetzen und den Grundsätzen von Treu und Glauben entsprechen
  • Es können weiterhin besondere Schutzbestimmungen gelten (z. B. bei Schwangerschaft, Behinderung und in bestimmten Fällen bei Einbeziehung des Betriebsrats)

Kündigungsfrist während der Probezeit in Deutschland

Während der Probezeit ist die Kündigungsfrist kürzer als bei einem regulären Arbeitsverhältnis.

  • Während der Probezeit gilt eine Kündigungsfrist von zwei Wochen
  • Die Kündigung kann jederzeit erfolgen, sofern im Vertrag nichts anderes vereinbart ist (sie darf jedoch die gesetzlichen Fristen nicht überschreiten)
  • Die Kündigung muss nicht mit dem Monatsende zusammenfallen, sofern dies nicht vertraglich vereinbart wurde

Kündigungsgründe während der Probezeit (Leistung, Verhalten, betriebliche Gründe)

Auch wenn Arbeitgeber keine schwerwiegenden Gründe vorbringen müssen, lassen sich Kündigungen in der Regel in folgende Kategorien einteilen:

1. Leistungsbezogene Gründe

  • Der Mitarbeiter erfüllt die an ihn gestellten Erwartungen nicht
  • Qualifikationsungleichgewicht oder unzureichende Produktivität
  • Unfähigkeit, sich an die Anforderungen der Rolle anzupassen

2. Verhaltensbedingte Gründe

  • Wiederholte Verspätungen oder Fehlzeiten
  • Verhaltensprobleme am Arbeitsplatz
  • Verstoß gegen interne Richtlinien

3. Geschäftliche Gründe

  • Umstrukturierung oder Stellenabbau
  • Budgetkürzungen oder betriebliche Umstrukturierungen
  • Strategische Anpassungen bei der Personalbeschaffung

Müssen Arbeitgeber bei einer Kündigung während der Probezeit einen Grund angeben?

In den meisten Fällen ist nach deutschem Recht während der Probezeit kein formeller Kündigungsgrund erforderlich. Besteht jedoch ein Betriebsrat, muss der Arbeitgeber diesen vor jeder Kündigung konsultieren, auch während der Probezeit. Andernfalls ist die Kündigung rechtlich unwirksam. Allerdings:

  • Arbeitgeber dürfen nicht aus unzulässigen Gründen, wie etwa Diskriminierung, kündigen
  • Im Falle einer rechtlichen Anfechtung müssen Arbeitgeber möglicherweise nachweisen, dass die Kündigung rechtmäßig war

Sonderfälle: Schwangerschaft und Probezeit in Deutschland

Sonderfälle des Mutterschutzes: Schwangerschaft und Probezeit in Deutschland

Darf man eine schwangere Mitarbeiterin während der Probezeit entlassen?

In den meisten Fällen ist es rechtlich nicht zulässig, eine schwangere Arbeitnehmerin zu entlassen, auch nicht während der Probezeit. Wichtige Regel:

  • Der Mutterschutz hat Vorrang vor der Flexibilität bei der Bewährungsstrafe
  • Ein Schwangerschaftsabbruch ist grundsätzlich gesetzlich verboten und nicht nur eingeschränkt
  • Dieser Schutz gilt auch dann, wenn der Arbeitgeber zum Zeitpunkt der Kündigung noch keine Kenntnis von der Schwangerschaft hatte (sobald diese ordnungsgemäß mitgeteilt oder bestätigt wurde)

Allerdings spielen der Zeitpunkt und die Benachrichtigung eine Rolle. Hatte der Arbeitgeber zum Zeitpunkt der Kündigung keine Kenntnis von der Schwangerschaft, können die rechtlichen Folgen je nachdem, wann die Schwangerschaft offiziell bestätigt und mitgeteilt wird, weniger streng ausfallen.

Mutterschutzgesetze in Deutschland erklärt

Das deutsche Mutterschutzgesetz bietet schwangeren Arbeitnehmerinnen umfassende rechtliche Schutzmaßnahmen. Es umfasst Folgendes:

  • Schutz während der Schwangerschaft
  • Kündigungsschutz nach der Entbindung: Sie sind bis zum Ende der Mutterschutzfrist vor Kündigung geschützt. Diese dauert mindestens vier Monate nach der Entbindung (§ 17 MuSchG) und kann bei Früh- oder Mehrlingsgeburten länger sein. Dies ist unabhängig vom gesetzlichen Arbeitsverbot nach der Entbindung, das acht Wochen nach der Entbindung (bzw. zwölf Wochen bei Früh- oder Mehrlingsgeburten) beträgt.
  • Maßnahmen zur Gewährleistung der Sicherheit am Arbeitsplatz für schwangere Mitarbeiterinnen
  • Bezahlter Mutterschaftsurlaub und Kündigungsschutz

Obligatorisches Arbeitsverbot für 8 Wochen nach der Geburt (12 Wochen bei Früh- oder Mehrlingsgeburten).

Hinweis: Dies bezieht sich auf das vorgeschriebene Beschäftigungsverbot nach der Geburt. Die Kündigungsschutzfrist beträgt mindestens vier Monate nach der Geburt und kann länger sein (siehe oben).

Gesetzliche Beschränkungen für Kündigungen während der Schwangerschaft

Das deutsche Recht sieht ein generelles Kündigungsverbot für schwangere Arbeitnehmerinnen vor. Das bedeutet, dass eine Kündigung während der Schwangerschaft in der Regel unwirksam ist. Die wichtigsten Punkte:

  • Er gilt vom Beginn der Schwangerschaft bis zum Ende der postnatalen Schutzfrist (§ 17 MuSchG), mindestens jedoch bis vier Monate nach der Entbindung – das heißt, der Schutz kann sich bei Früh- oder Mehrlingsgeburten über vier Monate hinaus erstrecken
  • Selbst Klauseln zur Probezeit haben keinen Vorrang vor diesem Schutz
  • Eine Kündigung während dieses Zeitraums ist grundsätzlich unwirksam, sofern nicht strenge Ausnahmen vorliegen

Ausnahmen und Risiken für Arbeitgeber bei unrechtmäßiger Kündigung

Zwar selten, doch gibt es einige wenige Ausnahmen, in denen eine Kündigung in Betracht gezogen werden kann; diese bedürfen jedoch einer strengen gerichtlichen Genehmigung:

Mögliche Ausnahmen (sehr begrenzt)

  • Schließung des Unternehmens mit behördlicher Genehmigung
  • Besonderes Fehlverhalten, das nicht im Zusammenhang mit einer Schwangerschaft steht (sehr eng ausgelegt)
  • Gerichtlich oder behördlich genehmigte Kündigung in besonderen Fällen

Risiken für den Arbeitgeber bei unrechtmäßiger Kündigung:

  • Kündigung für rechtlich nichtig (ungültig) erklärt
  • Wiedereinsetzung des Mitarbeiters in seine Position
  • Nachzahlung des Gehalts für die ausgefallene Arbeitszeit
  • Rechtsstreitigkeiten und Gerichtsverfahren
  • Rufschädigung und Compliance-Risiken

Was passiert in Deutschland nach Ablauf der Probezeit?

Was passiert nach Ablauf der Probezeit in Deutschland?

Sobald die Probezeit in Deutschland endet, geht das Arbeitsverhältnis in ein voll geschütztes reguläres Arbeitsverhältnis über. Für ausländische Arbeitgeber steigt ab diesem Zeitpunkt das Einstellungsrisiko.

Übergang in eine reguläre Beschäftigung – Schutzmaßnahmen

Nach Ablauf der Probezeit treten folgende wesentliche Änderungen ein:

  • Das Kündigungsschutzgesetz kann (abhängig von der Unternehmensgröße und den Betriebszugehörigkeitsregeln) Anwendung finden
  • Das Arbeitsverhältnis wird stabiler und rechtlich besser abgesichert
  • Die Kündigung wird formeller und unterliegt strengeren rechtlichen Auflagen
  • Arbeitgeber müssen festgelegte Kündigungsverfahren einhalten

Entscheidend ist, dass das KSchG nur für Unternehmen mit mehr als 10 Beschäftigten in Deutschland gilt (§ 23 KSchG); die Zahl der Beschäftigten im Ausland wird bei dieser Schwelle nicht berücksichtigt. Teilzeitbeschäftigte, die bis zu 20 Stunden pro Woche arbeiten, zählen als 0,5, und solche, die bis zu 30 Stunden pro Woche arbeiten, zählen als 0,75.

Änderung der Kündigungsrechte nach Ablauf der Probezeit

Nach Ablauf der Probezeit gelten deutlich strengere Kündigungsbedingungen. Die wichtigsten Unterschiede:

Während der Probezeit

  • Kurze Kündigungsfrist (in der Regel 2 Wochen)
  • In der Regel ist kein formeller Grund erforderlich
  • Einfacherer Kündigungsprozess

Nach der Bewährungszeit

  • Gesetzliche Kündigungsfrist von mindestens 4 Wochen zum 15. oder zum Ende eines Kalendermonats (§ 622 Abs. 1 BGB), die sich mit zunehmender Betriebszugehörigkeit verlängert (z. B. 1 Monat nach 2 Jahren, 2 Monate nach 5 Jahren)
  • In der Regel ist ein triftiger rechtlicher Grund erforderlich (betriebliche, verhaltensbezogene oder persönliche Gründe)
  • Besserer Schutz der Arbeitnehmer vor ungerechtfertigter Kündigung
  • Mögliche Einbeziehung des Betriebsrats (falls zutreffend)

Langfristige Beschäftigungsverpflichtungen für Arbeitgeber

Nach Ablauf der Probezeit gelten für Arbeitgeber in Deutschland strengere arbeitsrechtliche Verpflichtungen, darunter:

  • Strengere Anforderungen an die Dokumentation
    Arbeitgeber müssen klare Aufzeichnungen führen, falls Leistungs- oder Disziplinarmaßnahmen erforderlich werden.
  • Einhaltung der Kündigungsschutzgesetze
    Eine Kündigung muss auf gesetzlich festgelegten Gründen und Verfahren beruhen.
  • Einbeziehung des Betriebsrats (falls zutreffend)
    In Unternehmen mit einem Betriebsrat ist vor einer Kündigung oft eine Anhörung erforderlich.
  • Sozialleistungen und gesetzlicher Schutz
    Die Arbeitnehmer haben uneingeschränkten Anspruch auf Rechte wie Kündigungsschutz, Urlaubsanspruch und Sozialleistungen, ohne dass dies durch die Probezeit eingeschränkt wird.

Verantwortung für das langfristige Personalmanagement
Arbeitgeber müssen strukturelle Veränderungen, Leistungsprobleme oder Entlassungen nach den arbeitsrechtlichen Bestimmungen rechtfertigen.

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