Remote-Arbeit ist nicht nur ein vorübergehender Trend, sondern eine dauerhafte Veränderung in der Arbeitsweise von Unternehmen weltweit. Während die Schlagzeilen oft zwischen „Remote-Arbeit stirbt aus“ und „Das Büro ist überflüssig“ schwanken, liegt die Realität irgendwo dazwischen.
Quellen zufolge arbeiten weltweit etwa 16 % der Unternehmen vollständig remote, was zeigt, dass vollständig remote Arbeit zwar nach wie vor ein Minderheitenmodell ist, aber einen zunehmend einflussreichen Teil der globalen Geschäftswelt ausmacht.
In diesem Beitrag analysieren wir, wie viele Unternehmen vollständig remote arbeiten, verfolgen die Veränderungen im Jahresvergleich, untersuchen, welche Branchen und Unternehmensgrößen am ehesten auf Remote-First setzen, und erklären, warum Unternehmen trotz des anhaltenden Drucks zur Rückkehr ins Büro weiterhin vollständig remote arbeitende Modelle einführen.
Autor
Mitautor
Remote-Arbeit ist nicht nur ein vorübergehender Trend, sondern eine dauerhafte Veränderung in der Arbeitsweise von Unternehmen weltweit. Während die Schlagzeilen oft zwischen „Remote-Arbeit stirbt aus“ und „Das Büro ist überflüssig“ schwanken, liegt die Realität irgendwo dazwischen.
Quellen zufolge arbeiten weltweit etwa 16 % der Unternehmen vollständig remote, was zeigt, dass vollständig remote Arbeit zwar nach wie vor ein Minderheitenmodell ist, aber einen zunehmend einflussreichen Teil der globalen Geschäftswelt ausmacht.
In diesem Beitrag analysieren wir, wie viele Unternehmen vollständig remote arbeiten, verfolgen die Veränderungen im Jahresvergleich, untersuchen, welche Branchen und Unternehmensgrößen am ehesten auf Remote-First setzen, und erklären, warum Unternehmen trotz des anhaltenden Drucks zur Rückkehr ins Büro weiterhin vollständig remote arbeitende Modelle einführen.
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Leah Maglalang
Geschäftskoordinator Vereinigte Arabische Emirate
Unternehmen, die vollständig remote arbeiten, sind nach wie vor in der Minderheit, doch ihr Anteil ist seit 2020 stark gestiegen und konzentriert sich auf die Bereiche Technologie, Finanzen und professionelle Dienstleistungen.
Umfragen zeigen, dass nur eine Minderheit der Unternehmen vollständig remote arbeitet. Eine Analyse von Upwork (2025) kommt beispielsweise zu dem Ergebnis, dass 37 % der Unternehmen bereits vollständig remote arbeiten und 28 % weitere erwarten, innerhalb von 5 Jahren vollständig remote zu arbeiten.
Im Gegensatz dazu berichtet eine Studie von Owl Labs, dass 16 % der Unternehmen weltweit vollständig remote arbeiten. Eine länderübergreifende Umfrage ergab ebenfalls, dass etwa 13,6 % der Unternehmen vollständig remote arbeiten.
Unternehmen, die flexible Remote-Arbeitsmodelle eingeführt haben, haben ihre traditionellen Mitbewerber überholt. Ein globaler „Flex Index“-Bericht (2019–2024) ergab, dass Unternehmen, die Remote-Arbeit zulassen, ihren Umsatz um 1,7-mal schneller als Unternehmen, deren Mitarbeiter ausschließlich vor Ort arbeiten.
Selbst nach Bereinigung um Größe und Branche wuchsen remotefreundliche Unternehmen um etwa 34 % schneller pro Jahr als ihre Kollegen mit Büroarbeit. Dieser Wachstumsvorteil war bei kleineren Unternehmen besonders ausgeprägt.
Nur wenige Unternehmen kehren diesen Kurs um: Bis 2026 planen nur 30 % der Unternehmen planen, Remote-Optionen abzuschaffen, was bedeutet, dass 70 % weiterhin Remote-Arbeit anbieten werden. (Mit anderen Worten: In den meisten Unternehmen werden die Richtlinien zur Remote-Arbeit ausgeweitet oder stabilisiert.)
US-Daten spiegeln diesen Trend wider: Die Akzeptanz von Telearbeit stieg von 19,9 % (Oktober 2022) auf 23,6 % (Januar 2025) der Beschäftigten (ein Anstieg um 18,6 %).
Insgesamt ist die Zahl der vollständig remote (im Gegensatz zu hybriden) Stellen im Vergleich zu den Zahlen vor 2020 gestiegen (siehe Abschnitt „Historischer Überblick“ weiter unten).
Talente und Personalbeschaffung: Durch Remote-Richtlinien wird der Kandidatenpool erheblich erweitert. In einer Umfrage gaben gaben 76 % der Unternehmen an, dass die Einstellung von Mitarbeitern nicht mehr an den Standort gebunden ist , wenn Remote-Arbeit erlaubt ist. Arbeitgeber nennen den breiteren Zugang zu globalen Talenten und die erhöhte Vielfalt als wichtige Anreize für Remote-First-Modelle.
Produktivität und Leistung: Zahlreiche Studien belegen Produktivitätssteigerungen bei der Telearbeit. So ergab beispielsweise eine bekannte Studie der Stanford University eine 22 % Leistungssteigerung bei Remote-Mitarbeitern im Vergleich zu Mitarbeitern im Büro. Die Mercer-Umfrage unter Arbeitgebern ergab, dass 94 % angaben, dass die Produktivität im Homeoffice gleich oder höher war wie vor der Umstellung auf Remote-Arbeit. Solche Daten überzeugen viele Unternehmen davon, dass Remote-Arbeit die Produktivität nicht beeinträchtigt.
Mitarbeiterbindung und Loyalität: Flexible Arbeitsbedingungen verbessern die Arbeitsmoral und die Mitarbeiterbindung. Eine Umfrage von FlexJobs ergab 79 % der Arbeitnehmer gaben an, dass sie einem Arbeitgeber mit mehr Remote-/flexiblen Optionen gegenüber loyaler wären einem Arbeitgeber gegenüber loyaler wären, der mehr Remote-/Flexibilitätsoptionen anbietet. (Umgekehrt gibt ein beträchtlicher Anteil der Arbeitnehmer an, dass sie kündigen würden, wenn sie gezwungen wären, wieder Vollzeit im Büro zu arbeiten.) Remote-Arbeit ist zu einem wichtigen Instrument zur Mitarbeiterbindung geworden.
Ungefähr 56 % der Unternehmen weltweit erlauben zumindest teilweise Remote-Arbeit. Laut Owl Labs verteilt sich das wie folgt 16 % vollständig remote, 40 % hybrid und 44 % bieten keine Remote-Arbeit an. Mit anderen Worten: Fast die Hälfte der Unternehmen erlaubt inzwischen eine gewisse Flexibilität in Bezug auf Remote-Arbeit.
Vor der Pandemie vs. nach der Pandemie: Vor 2020 war Remote-Arbeit selten. Nur 6,5 % der Beschäftigten im privaten Sektor der USA arbeiteten 2019 hauptsächlich von zu Hause aus. Die Pandemie zwang zu einer enormen Umstellung (z. B. gingen 88 % der Unternehmen im Frühjahr 2020 auf Remote-Arbeit um). Bis Mitte 2020 arbeitete etwa ein Drittel der US-amerikanischen Erwerbstätigen von zu Hause aus.
Nach 2020: Die Fernarbeit hat sich über dem Niveau von vor 2020, aber unter dem Höchststand eingependelt. In den USA werden zwischen 2024 und 2025 etwa 22–23 % der Arbeitnehmer regelmäßig im Homeoffice (gegenüber 5–6 % vor 2020). Weltweit sind viele Unternehmen nach 2021 von vollständigem Homeoffice wieder zu einem hybriden Modell zurückgekehrt. Eine Übersichtstabelle zeigt beispielsweise, dass der Anteil der „vollständig im Homeoffice arbeitenden” Unternehmen von 27 % im Jahr 2021 auf 7–11 % im Jahr 2024 sinkt (was darauf hindeutet, dass Unternehmen wieder Bürotage einführen).
Anhaltende Nachfrage: Mitarbeiterbefragungen zeigen durchweg eine starke Nachfrage nach Flexibilität. So ergab beispielsweise eine Umfrage von Buffer aus dem Jahr 2023, dass 99 % der derzeitigen Remote-Mitarbeiter weiterhin remote arbeiten möchten und 84 % arbeiten lieber remote als im Büro. Trotz der Zurückhaltung der Unternehmen veranlasst diese anhaltende Nachfrage viele Unternehmen dazu, ihre Hybridpolitik beizubehalten.
Ausweitung von Remote-Stellen: Analysen von Stellenanzeigen (z. B. Umfragen von Robert Half) und Arbeitsmarktdaten (BLS) zeigen, dass die Zahl der Remote-/Hybrid-Stellenangebote weiterhin hoch ist. Einem Bericht zufolge waren beispielsweise 12–13 % der neuen Stellenanzeigen für Fachkräfte in den USA Ende 2025 vollständig remote (weitere 23–24 % waren hybrid). Ebenso stabilisierte sich die Telearbeitsquote in den USA in den Jahren 2022–2024 bei etwa 18–23 % der Arbeitnehmer und lag damit deutlich über dem Niveau vor der Pandemie.
Veränderungen bei Stellenausschreibungen: Vierteljährliche Umfragen zeigen nur einen leichten Rückgang bei Remote-Stellenangeboten. So lag beispielsweise der Anteil neuer Tech-Stellen in den USA, die als vollständig remote ausgeschrieben wurden, im dritten Quartal 2025 bei 12 % (gegenüber 11 % im dritten Quartal 2024). (Hybrid-Stellenangebote blieben mit rund 23–24 % der Ausschreibungen weiterhin stärker vertreten.)
US-Arbeitsmarktdaten: Das US-amerikanische Bureau of Labor Statistics (CPS) berichtet, dass der Anteil der Beschäftigten, die von zu Hause aus arbeiten (Vollzeit oder Teilzeit), seit 2022 in etwa stabil geblieben ist. Zwischen dem vierten Quartal 2022 und dem vierten Quartal 2023 lag beispielsweise der Anteil derjenigen, die mindestens einen Tag im Homeoffice arbeiteten, bei etwa 20 bis 23 %. (Die Daten von Flatworld zeigen einen Anstieg von 19,9 % im Oktober 2022 auf 23,6 % im Januar 2025.)
United States: Flexible work is common in smaller firms: 67% of U.S. companies with <500 employees operate fully flexibly (i.e. remote). Overall only about a quarter of U.S. firms allow zero-office days (fully remote); by Q3 2025, 24% of U.S. companies permitted no required office days.
Stellenangebote: Im dritten Quartal 2025 waren 12 % der neuen Stellenangebote für Fachkräfte in den USA vollständig remote, 24 % hybrid und 64 % vor Ort. Dies entspricht der Aufschlüsselung nach Branchen (siehe unten).
Kanada: Im dritten Quartal 2025 waren 11 % der neuen Stellenangebote vollständig remote. Technische Berufe führten den Anteil der Remote-Stellenangebote an (14 % vollständig remote), während Finanzberufe nur 6 % vollständig remote waren. In den großen kanadischen Städten waren 5 bis 8 % der Stellenangebote vollständig remote.
Anteil der Belegschaft: Etwa 22 % der US-amerikanischen Erwerbsbevölkerung (32,6 Millionen Menschen) arbeiten im Jahr 2025 im Homeoffice.
Akzeptanz durch die Mitarbeiter: Bis 2023 arbeiteten etwa 20 % der EU-Mitarbeiter hybrid und etwa 10 % vollständig im Homeoffice. In bestimmten EU-Ländern arbeiteten mehr als 15 % der Arbeitnehmer vollständig im Homeoffice (z. B. Belgien, Finnland, Irland, Schweden). Nord-/Westeuropa liegt dabei an der Spitze (Skandinavien, Niederlande), Ost-/Südeuropa liegt zurück.
Branchen: Fernarbeit konzentriert sich auf die Bereiche IKT und professionelle Dienstleistungen. Eurostat (2024) stellte fest, dass 52,9 % der EU-Unternehmen (mit 10 oder mehr Beschäftigten) Online-Besprechungen abhielten. Etwa 60,2 % der EU-Unternehmen boten vollständigen Fernzugriff auf E-Mails, Dokumente und Geschäftsanwendungen. Nach Größe: 91,9 % der großen EU-Unternehmen (mit 250 oder mehr Beschäftigten) bieten vollständigen Fernzugriff auf Tools, gegenüber 56,0 % der kleinen Unternehmen (mit 10 bis 49 Beschäftigten).
Regionale Trends: Unternehmen im asiatisch-pazifischen Raum melden einen sehr hohen Anteil an Remote-Mitarbeitern. In einer Umfrage aus dem Jahr 2024 unter wichtigen Märkten im asiatisch-pazifischen Raum (Australien, Indien, Singapur usw.) gaben 68 bis 70 % der Unternehmen an, dass über 70 % ihrer Vollzeitmitarbeiter remote arbeiten. Darüber hinaus planen 78 % der Unternehmen im asiatisch-pazifischen Raum, mehr als 60 % ihrer Mitarbeiter in Remote-Funktionen einzustellen. Dies deutet auf ein rasantes Wachstum der Remote-Arbeit im gesamten asiatisch-pazifischen Raum hin.
Japan: 51 % der japanischen Fachkräfte geben an, dass Remote-Arbeit in ihrem Unternehmen erlaubt ist, aber nur 27,4 % arbeiten tatsächlich remote. Japanische Arbeitnehmer zeigen starkes Interesse an hybriden Arbeitsmodellen: 62 % wünschen sich eine gewisse Remote-Option (nur 19,7 % bevorzugen Vollzeit-Homeoffice).
Andere APAC-Märkte: Die Daten variieren zwar je nach Land, aber der Trend ist eindeutig: Im asiatisch-pazifischen Raum nehmen die Technologie- und Fachbranchen zunehmend Remote-Einstellungen vor. So verzeichnen digitalisierte Volkswirtschaften wie Indien, Singapur und Südkorea einen deutlichen Anstieg bei Remote-Stellenangeboten und Remote-freundlichen Richtlinien (z. B. arbeiten Start-ups und IT-Unternehmen oft vollständig remote).
Akzeptanzrate: Ein Bericht von JLL aus dem Januar 2024 ergab, dass nur 10 % der lateinamerikanischen Unternehmen Richtlinien für Remote-Arbeit hatten, weit weniger als in Europa (29 %) und im asiatisch-pazifischen Raum (25 %). In der Praxis sind viele lateinamerikanische Unternehmen nach wie vor bürozentriert.
Präferenzen der Arbeitnehmer: Umfragen zeigen ein starkes Interesse der Arbeitnehmer: 70 % der Arbeitnehmer in Lateinamerika würden sich für Remote- oder Hybridarbeit entscheiden (Umfrage von Deel/Opinaia), wobei Hybridarbeit am beliebtesten ist; nur 25 % bevorzugen vollständig Remote-Arbeit. Bemerkenswert ist, dass 85 % der Befragten aus dem Nahen Osten und Nordafrika (MENA) Remote-Optionen bevorzugten (was auch für Lateinamerika gilt).
Remote-Talente:Nearshoring in Lateinamerika eine bedeutende Rolle: Im Jahr 2023 arbeiteten über 2,2 Millionen brasilianische, argentinische und mexikanische Fachkräfte remote für globale Unternehmen, was auf einen wachsenden Bestand an Remote-Fachkräften im Technologiebereich hindeutet.
Konnektivität und Wachstum: Remote-Arbeit steckt noch in den Kinderschuhen, wächst aber insbesondere in Technologiezentren (z. B. Vereinigte Arabische Emirate, Südafrika). Offizielle Daten sind begrenzt, aber Umfragen zeigen ein starkes Interesse. Eine Umfrage von Bayt.com ergab, dass 85 % der Fachkräfte im Nahen Osten und Nordafrika Arbeitgeber bevorzugen, die Remote-Optionen anbieten.
Herausforderungen: Unterschiedliche Internetzugänge und Unternehmenskulturen verlangsamen die flächendeckende Einführung. Einige Golfstaaten berichten jedoch von einer Zunahme flexibler Arbeitsmodelle (z. B. prognostizierte 46 % Remote-Arbeitskräfte bis 2024 in den Golfstaaten) und Visa-Programmen für digitale Nomaden.
Quellen: AllWork, RobertHalf, Neat, MWN, Pumble, SecondTalent
USA (Richmond Fed 2021): Große Unternehmen melden deutlich mehr Remote-Arbeit – durchschnittlich arbeiten 41 % der Beschäftigten in großen Unternehmen ≥1 Tag/Woche von zu Hause aus, gegenüber 21 % in mittelständischen Unternehmen und 33 % in kleinen Unternehmen. Dies spiegelt die größere Kapazität zur Unterstützung von Remote-Arbeitsmodellen wider.
U.S. Flexibility (Flex Index): 67% of U.S. companies <500 employees are fully flexible/remote. By contrast, only 25% of all firms (any size) allow zero-office-days, implying very low fully-remote rates in large companies.
EU-Fernzugriff (2024): 91,9 % der großen EU-Unternehmen (mit mehr als 250 Mitarbeitern) bieten vollständigen Fernzugriff auf Arbeitsinstrumente, gegenüber 78,2 % der mittleren Unternehmen (50–249 Mitarbeiter) und 56,0 % der kleinen Unternehmen (10–49 Mitarbeiter).
Remote-Stellen nach Branche (USA, 3. Quartal 2025): In den Bereichen Technologie und Marketing/Kreativwesen sind jeweils 15 % der neuen Stellen vollständig remote; im Finanz-/Rechnungswesen 13 %; im Gesundheitswesen 11 %; in der Verwaltung/Kundenbetreuung 8 %; im Rechtswesen 9 %; im Personalwesen 5 %.
Flexible Richtlinien nach Branche (USA): 94 % der Technologieunternehmen bieten vollständig flexible Arbeitsbedingungen, 92 % der Versicherungsunternehmen und 82 % der Finanzdienstleistungsunternehmen. (In diesen Branchen gibt es also mehr Unternehmen, die Remote-Arbeit begünstigen.)
Regionale Branchentrends: Weltweit weisen Branchen, die eine Präsenz vor Ort erfordern (z. B. Gastgewerbe, Fertigung), eine sehr geringe Remote-Akzeptanz auf; Dienstleistungs- und Wissensbranchen (IT, Finanzen, Beratung) sind führend bei der Remote-Einstellung. Beispielsweise sind 84 % der Beschäftigten im Einzelhandel/Gastgewerbe immer vor Ort, gegenüber nur 54 % in professionellen Dienstleistungen.
Industrie | Prozentualer Anteil neuer Stellen, die vollständig remote ausgeübt werden |
Marketing/Kreativ | 15% |
Technologie | 15% |
Finanzen/Buchhaltung | 13% |
Gesundheitswesen | 11% |
Verwaltung/Kundendienst | 8% |
Rechtlich | 9% |
Resources | 5% |
IKT in Unternehmen (EU 2024): 52,9 % der EU-Unternehmen (≥10 Mitarbeiter) hielten 2024 Remote-Meetings ab. 60,2 % der Unternehmen boten ihren Mitarbeitern umfassende Remote-Zugriffstools (E-Mail, Zugriff auf Dokumente und Anwendungen) an.
Größenunterschiede: Große EU-Unternehmen sind am besten digital ausgestattet: 91,9 % bieten vollständigen Fernzugriff, gegenüber 78,2 % der mittleren und 56,0 % der kleinen Unternehmen.
Ausstattungszuschüsse: Nur 20 bis 25 % der globalen Unternehmen subventionieren die Ausstattung für Homeoffice-Mitarbeiter vollständig, was darauf hindeutet, dass die meisten Unternehmen von ihren Mitarbeitern verlangen, die Kosten für ihre eigene Ausstattung zu tragen.
Annahme (USA): Laut einer Umfrage lehnen rund 44 % der US-Unternehmen jegliche Form von Remote-Arbeit ab, und nur 16 % beschäftigen ausschließlich Remote-Mitarbeiter. (Dies deutet darauf hin, dass viele Unternehmen noch nicht vollständig auf Remote-Arbeit vorbereitet sind.)
Mitarbeiterbindung: Kontrollierte Studien zeigen, dass hybrides Arbeiten die Fluktuation deutlich reduziert. So senkte beispielsweise hybrides Homeoffice (2 Tage/Woche) in einem 6-monatigen Versuch die Kündigungsrate um 33 % (ein Drittel). Flexibles Arbeiten ist ein wirksames Instrument zur Mitarbeiterbindung: 76 % der Arbeitnehmer in den USA gaben an, dass Flexibilität (Remote/Hybrid) sie eher dazu bewegt, in einem Unternehmen zu bleiben.
Engagement und Wohlbefinden: Umfragen (Gallup) zeigen, dass vollständig remote arbeitende Mitarbeiter oft ein höheres Engagement aufweisen (Remote-Mitarbeiter sind eher „erfolgreich“), aber möglicherweise mehr Isolation/Stress erleben. Die allgemeine Zufriedenheit ist bei flexiblen Arbeitsbedingungen tendenziell höher.
Vertrauen: 54 % der US-amerikanischen Manager „vertrauen fest darauf”, dass Remote-Mitarbeiter produktiv sind, und 57 % der Remote-Mitarbeiter fühlen sich vertraut.
Präferenzen: Nach COVID schätzt eine Mehrheit der Arbeitnehmer Remote-Arbeitsmöglichkeiten sehr. (HBS-Studie: 40 % würden eine Gehaltskürzung von ~5 % in Kauf nehmen, um Vollzeitbeschäftigung im Büro zu vermeiden.
Quellen: Richmondfed, ApolloTechnical
Arbeitsmodelle (USA): Bis zum dritten Quartal 2025 erlaubten 25 % der US-Unternehmen vollständig remote zu arbeiten, 38 % verlangten 2–3 Tage Präsenz im Büro (strukturiertes Hybridmodell) und 32 % behielten die Vollzeitpräsenz im Büro bei. Daten aus Stellenanzeigen zeigen, dass 12 % vollständig remote und 24 % hybrid arbeiten.
Globaler Anteil: Eine globale Umfrage (Owl Labs) schätzt, dass 16 % der Unternehmen weltweit vollständig remote arbeiten. Umgekehrt bleibt ein großer Teil überwiegend vor Ort.
Trends: Hybridmodelle sind auf dem Vormarsch: Hybridmodelle überwiegen mittlerweile gegenüber reinen Präsenzmodellen. In den USA stieg der Anteil hybrider Stellenanzeigen von 15 % (2. Quartal 2023) auf 24 % (2. Quartal 2025), während der Anteil reiner Präsenzstellen von 83 % auf 66 % sank.
Hybridmodelle steigern die Mitarbeiterbindung: Wie bereits erwähnt, reduzieren hybride Arbeitsmodelle die Fluktuation drastisch (−33 %). Das bedeutet, dass vollständig remote arbeitende Unternehmen (oder hybride Unternehmen) eine bessere Mitarbeiterbindung aufweisen als alle Unternehmen, deren Mitarbeiter ausschließlich im Büro arbeiten.
Stabilität: Umfragen zeigen, dass Mitarbeiter, denen Remote-Optionen angeboten werden, eher im Unternehmen bleiben. In einer Studie gaben beispielsweise 76 % an, dass Flexibilität ihre Entscheidung über die Dauer ihrer Betriebszugehörigkeit beeinflusst, was auf eine geringere Fluktuation in Remote-freundlichen Unternehmen hindeutet.
Gehaltsanpassungen: Flexibilität beim Homeoffice hat für Arbeitnehmer einen quantifizierbaren Wert. Eine Studie ergab, dass 40 % der Arbeitnehmer in den USA eine Gehaltskürzung von ≥5 % akzeptieren würden, um die Möglichkeit zum Homeoffice zu behalten. Weitere 9 % würden auf ≥20 % ihres Gehalts verzichten, um Vollzeitbeschäftigung im Büro zu vermeiden. Dies bedeutet, dass Arbeitgeber, die Homeoffice bevorzugen, im Gegenzug für Flexibilität etwas weniger zahlen können, um wettbewerbsfähig zu bleiben.
Vorteile: Unternehmen, die vollständig remote arbeiten, ersetzen häufig standortbezogene Vorteile (z. B. Co-Working-Zuschüsse, Homeoffice-Zuschüsse). Allerdings übernehmen nur 20–25 % der Unternehmen die Kosten für das Homeoffice, sodass viele Remote-Mitarbeiter ihre Ausrüstung selbst finanzieren. Im Gegensatz dazu stellen Arbeitgeber vor Ort in der Regel resources am Arbeitsplatz zur Verfügung.
Branchenführer: Technologie- und professionelle Dienstleistungsunternehmen weisen die höchste Prävalenz von Remote-First-Unternehmen auf. So stellt FlexIndex fest, dass 94 % der Technologieunternehmen und 82–92 % der Finanz-/Versicherungsunternehmen vollständige Flexibilität zulassen. Diese Branchen umfassen somit die meisten vollständig remote arbeitenden Unternehmen.
Rückständige Branchen: In Branchen, die eine physische Präsenz erfordern (Einzelhandel, Gastgewerbe, Bauwesen), gibt es nur sehr wenige Unternehmen, die vollständig remote arbeiten (die meisten Mitarbeiter sind vor Ort tätig). In Dienstleistungsbranchen wie dem Gesundheitswesen und dem Bildungswesen werden nur bestimmte Aufgaben (z. B. Verwaltungsaufgaben) remote ausgeführt.
Quellen: WeForum, HBS, StandfordReport, Nature
Vollständig remote arbeitende Unternehmen stellen zwar nicht die Mehrheit der Unternehmen weltweit dar, spielen jedoch eine überproportional große Rolle bei der Gestaltung der modernen Arbeitswelt.
Die Daten zeigen ein klares Muster: Während nur ein kleiner Teil der Unternehmen vollständig remote arbeitet, unterstützt ein viel größerer und wachsender Prozentsatz Remote- oder Hybridarbeit.
Kurz gesagt: Unternehmen, die vollständig remote arbeiten, sind keine experimentellen Ausreißer mehr. Sie sind ein stabiler, bewährter Teil der Weltwirtschaft, und ihr Einfluss wird weiter zunehmen, da Unternehmen um Talente konkurrieren, Kosten kontrollieren und sich an eine stärker verteilte Belegschaft anpassen.